Kapitel vier
Umwelt

Im Einklang
mit der Natur

Nachhaltigkeits-Fortschrittsbericht | 2025

Unsere Auswirkungen auf die Biodiversität sind in erster Linie mit der Beschaffung von Holz und der Verwaltung von Materialflüssen verknüpft. Wir begrenzen unsere Auswirkungen auf Ökosysteme, indem wir den Bedarf an neuen Materialien durch die Anwendung des Kreislaufprinzips und die verantwortungsbewusste Beschaffung von Holz reduzieren.

Der Einsatz von FSC- und PEFC-zertifiziertem Holz spielt eine wichtige Rolle beim Schutz der nachhaltigen Forstwirtschaft und der Biodiversität. Unser Ziel, 100 % zertifiziertes Holz bis 2030 zu erreichen, stärkt diesen Ansatz weiter.

Dazu tragen wir durch gezielte Initiativen zur Wiederherstellung des Ökosystems bei. Gemeinsam mit unseren Partnern wie etwa Land Life unterstützen wir Wiederaufforstungsprojekte in ganz Europa. In den letzten Jahren wurden fast 110.000 Bäume gepflanzt, die zur Wiederherstellung von degradierten Böden beitragen und die Biodiversität unterstützen.

Die Verlängerung der Lebensdauer von Ladungsträgern ist ein wesentlicher Faktor bei der Reduzierung des Materialverbrauchs und der Umweltauswirkungen. Wenn wir mehr wiederverwenden, verringern wir den Bedarf an neuen Materialien und minimieren Abfall.

Dies erreichen wir durch:

  • höhere Rückgewinnungs- und Wiederverwendungsquoten
    bei Paletten 

  • bessere Rückverfolgbarkeit durch digitale Lösungen

  • bessere Reparatur- und Wartungsverfahren 

Initiativen wie das PRS Green Label, das Programm „Connected Load Carrier“ und die Palettenrückgewinnungskampagnen unterstützen höhere Rückgabequoten und eine effizientere Nutzung der Ladungsträger. Technologien wie RFID, QR-Codes und Barcodes verbessern die Sichtbarkeit in der gesamten Lieferkette und tragen zur Reduzierung von Verlusten bei. Am Ende ihres Lebenszyklus werden die Ladungsträger verantwortungsbewusst verarbeitet, um sicherzustellen, dass Materialien so weit wie möglich wiederverwendet oder recycelt werden.

Biodiversität

Verlängerung der Produktlebensdauer und Förderung der Wiederverwendung

Unser Ziel ist es, die verantwortungsbewusste Beschaffung der von uns verwendeten Materialien zu gewährleisten. Ein wichtiger Schwerpunkt dabei ist, neue Ladungsträger aus zertifiziertem Holz herzustellen. 

Wir haben unser Ziel für 2030, bei der Beschaffung neuer Ladungsträger in allen Geschäftsbereichen 100 % FSC/PEFC-zertifiziertes Holz zu verwenden, fast erreicht. Es können kleinere Schwankungen zwischen den Jahren auftreten, zum Beispiel aufgrund von vorübergehenden Beschaffungsentscheidungen wegen betrieblicher Anforderungen.

Um die Resilienz unserer Lieferkette noch weiter zu stärken, erhöhen wir die Nachhaltigkeitsstandards unserer Lieferanten durch das Programm „GREEN30+“. Diese Initiative sorgt dafür, dass Nachhaltigkeitsaspekte stärker in unsere Beschaffungsentscheidungen und Interaktionen mit Lieferanten integriert werden.

Nachhaltige Materialbeschaffung

Die Kreislaufwirtschaft steht im Mittelpunkt des Geschäftsmodells der Faber Group. Mit unserem Pooling-System maximieren wir die Wiederverwendung von Ladungsträgern und reduzieren den Bedarf an neuen Materialien. 

Der Großteil der in unseren Betrieben verwendeten Materialien besteht aus Holz für Ladungsträger, eine erneuerbare Quelle. Dies wird durch kleinere Mengen an Materialien aus nicht erneuerbaren Quellen wie Kunststoff und andere Materialien ergänzt. Wenn unser Geschäft wächst, erhöht sich die Anzahl der neu gekauften Ladungsträger. Die Reduzierung des Bedarfs an neuen Materialien bleibt weiterhin eine wichtige Priorität und ist eng mit der Wiederverwendung, der besseren Nutzung von Ladungsträgern und der Verlängerung der Produktlebensdauer verknüpft.

Kreislaufwirtschaft

Wir quantifizieren diese vermiedenen Emissionen anhand des „Guidance on Avoided Emissions“ (Leitfaden zu vermiedenen Emissionen) des World Business Council for Sustainable Development (2023). Die eingesparten Emissionen pro Fahrt werden durch vergleichende Lebenszyklusanalysen (LCA) ermittelt, die 2023 und 2024 gemäß den Normen ISO 14040/44 durchgeführt und einem Peer Review unterzogen wurden. Wenn wir die Einsparungen pro Rundlauf mit der Anzahl der Fahrten pro Jahr multiplizieren, erhalten wir die jährlichen Einsparungen, die wir für unsere Kunden erzielen. 

Im Jahr 2025 konnten die Kunden durch unsere Maßnahmen über 40.000 Tonnen CO₂e einsparen, ein Anstieg von 9 % gegenüber 2023. Unser Ziel lautet, dies bis 2030 auf über 58.000 Tonnen CO₂e pro Jahr zu erhöhen. Wir erhöhen diese vermiedenen Emissionen auch weiterhin durch die Skalierung unseres Pooling-Modells und die Vergrößerung seiner Reichweite. Dazu gehört unter anderem, Kunden bei der Umstellung von Einweg-Ladungsträgern auf wiederverwendbare Pooling-Systeme zu unterstützen und innovative Lösungen in traditionell eher linearen Märkten einzuführen. Ein Beispiel dafür ist RUDi (wiederverwendbares Display), das von IPP Germany entwickelt wurde und die Wiederverwendung in Display-Anwendungen ermöglicht, für die bisher nur Einweglösungen eingesetzt wurden.

Scope-1- und Scope-2-Emissionen: Leistung und Faktoren

Da der Großteil unserer Emissionen in Scope 3 anfällt, bleibt die Reduzierung der Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette weiterhin eine wichtige Priorität. Unser Ansatz legt den Schwerpunkt auf die Verbesserung der Transporteffizienz, die Umstellung auf emissionsärmere Transportlösungen und die Optimierung unseres Logistiknetzwerks.

Eine wichtige Initiative in diesem Bereich ist GREEN30+, das Beschaffungsprogramm der Faber Group, das die Dekarbonisierung beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz unseres Liefernetzwerks stärken soll. Im Rahmen von GREEN30+:

  • beziehen wir Nachhaltigkeitskriterien in Beschaffungsentscheidungen mit ein 

  • arbeiten wir mit Lieferanten zusammen, um Emissionen durch saubereren Transport und energieeffiziente Betriebsabläufe zu reduzieren 

  • verbessern wir die Leistung der Lieferkette durch emissionsärmere Logistik und mehr Transparenz bei Umweltdaten 

  • stärken wir die teamübergreifende Zusammenarbeit, um unsere Nachhaltigkeits-, operativen und wirtschaftlichen Ziele abzustimmen 

Durch die Integration von Nachhaltigkeit in die Beschaffung und die Einbindung der Lieferanten wollen wir eine messbare Reduzierung der Scope-3-Emissionen erreichen und gleichzeitig ein widerstandsfähigeres und effizienteres Liefernetzwerk aufbauen.

Reduzierung des Energieverbrauchs und des CO2-Fußabdrucks in unseren eigenen Betriebsabläufen (Scope 1 und 2)
Obwohl die Emissionen aus unseren eigenen Betriebsabläufen einen relativ kleinen Anteil unseres gesamten CO2-Fußabdrucks ausmachen, arbeiten wir auch weiterhin daran, den Energieverbrauch und die damit verbundenen Emissionen in unseren Büros und von unseren Firmenfahrzeugen zu reduzieren – unser Ziel lautet „Netto-Null“ Scope-1- und 2-Emissionen bis 2030.

Die Scope-1-Emissionen in unseren Betriebsabläufen hängen in erster Linie mit dem Kraftstoffverbrauch von Firmenfahrzeugen und der Verwendung von Gas in unseren Gebäuden zusammen. Die Scope-2-Emissionen ergeben sich aus dem Kauf von Strom für die Versorgung unserer Betriebsstätten. Im Jahr 2025 erzielten wir im Vergleich zu 2024 eine Reduzierung bei unseren kombinierten Scope-1- und Scope-2-Emissionen. Dieses positive Ergebnis ist vor allem auf die noch andauernde Umstellung auf einen elektrischen Fuhrpark und die Umsetzung von Maßnahmen zur Optimierung der Betriebsabläufe an allen Standorten und bei allen Aktivitäten zurückzuführen. Der gesamte Energieverbrauch unseres eigenen Betriebs ging von 14.032 GJ im Jahr 2024 auf 12.165 GJ im Jahr 2025 zurück. Dies spiegelt die Auswirkungen unserer andauernden Bemühungen zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Optimierung des Energieverbrauchs in allen unseren Betriebsabläufen wider. 

Die Reduzierung des Energieverbrauchs und der Emissionen in unserem eigenen Betrieb bleibt weiterhin ein Schwerpunkt, und wird durch Maßnahmen wie die Umstellung auf einen elektrischen Fuhrpark, die Optimierung des Energieverbrauchs in Bürogebäuden und ein stärkeres Bewusstsein im gesamten Unternehmen unterstützt. Diese Maßnahmen tragen zu einer strukturellen Reduzierung des Energieverbrauchs bei und unterstützen unser weiter gefasstes Ziel – die Reduzierung von Treibhausgasemissionen.

Verbesserung unserer positiven Auswirkungen
Über die Reduzierung unserer eigenen betrieblichen Emissionen hinaus möchten wir die positiven Auswirkungen unseres Geschäftsmodells verstärken, indem wir unseren Kunden dabei helfen, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Dies erreichen wir, indem wir den Einsatz unseres Pooling-Systems nach dem Kreislaufprinzip fördern, das im Vergleich zu weniger nachhaltigen Alternativen wie Einwegpaletten und 1-zu-1-Austauschsystemen erhebliche Einsparungen bei CO2-Emissionen einbringt. Wir bezeichnen diese Einsparungen als vermiedene Emissionen oder „Scope 4“.

Reduzierung von Scope-3-Emissionen in der Wertschöpfungskette

Auf Gruppenebene überwachen wir die Emissionsintensität im Vergleich zu unserem Ziel der langfristigen Reduzierung bis 2030. Die Emissionsintensität wird als gewichteter Durchschnitt der Leistung der einzelnen Geschäftsbereiche berechnet. Die Gewichtung basiert dabei auf dem anteiligen Umsatz des jeweiligen Geschäftsbereichs. 

Insgesamt verzeichnet die Gruppe eine Reduzierung der Emissionsintensität gegenüber der Basiskennzahl von 2021. Die Leistung schwankt zwar von Jahr zu Jahr, doch der allgemeine Trend zeigt einen Fortschritt in Richtung unseres Ziels. Es sind jedoch weitere Bemühungen erforderlich, um auf der Linie des bis 2030 geplanten Entwicklungsverlaufs zu bleiben.

Leistung der Gruppe und Entwicklungsverlauf zum Ziel

In der Unternehmensgruppe hat sich die Emissionsintensität in den einzelnen Geschäftsbereichen unterschiedlich entwickelt. Sowohl PRS als auch PAKi haben in den letzten Jahren eine deutliche und anhaltende Reduzierung der CO₂e-Emissionen pro Fahrt erzielt. Diese Verbesserung ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass der Schwerpunkt auf die Optimierung des Netzwerks, die Einführung sauberer Kraftstoffe wie HVO-Diesel und den zunehmenden Einsatz intermodaler Transportlösungen gelegt wurde. Bei IPP und vPOOL schwankt die Emissionsintensität. Bei vPOOL ist dies in erster Linie auf den Kauf neuer Ladungsträger zurückzuführen, da dies direkte Auswirkungen auf die Scope-3-Emissionen hat. Die Emissionen pro Fahrt bleiben bei IPP relativ stabil. Trotz andauernder Nachhaltigkeitsmaßnahmen expandierte IPP in neue geografische Märkte, in denen das Netzwerk noch im Aufbau und daher weniger effizient ist. Das Resultat ist, dass die Auswirkungen dieser Expansionsaktivitäten einen Teil der durch Nachhaltigkeitsinitiativen erzielten Verbesserungen wettmachen.

SATIM verzeichnete zwar 2025 einen Abwärtstrend, doch die Emissionsintensität pro m³ Holz bleibt weiterhin über der Basiskennzahl von 2021. Dies ist in erster Linie auf längere Entfernungen beim Transport zurückzuführen, da sich die Holzbeschaffung in den Norden Skandinaviens verlagert hat. Die absoluten Emissionen von SATIM haben sich seit 2021 verringert.

Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen in unserer gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3)
Da wir unseren Betrieb weiter ausbauen, spielt die Überwachung der Emissionsintensität eine entscheidende Rolle bei der Bewertung unserer Fortschritte bei der ökologischen Nachhaltigkeit. Obwohl sich die Gesamtemissionen mit zunehmenden Geschäftsaktivitäten erhöhen können, bietet die Bewertung der Emissionen pro Bewegung/Fahrt eine genauere Messgröße der Effizienzsteigerungen, die wir in unserer gesamten Wertschöpfungskette erzielt haben.

Innerhalb unseres Pooling-Betriebs wird die Emissionsintensität in Kilogramm CO₂ Äquivalent pro Fahrt verfolgt. Bei unseren Holzbeschaffungsaktivitäten (SATIM) wird die Intensität in Kilogramm CO₂ Äquivalent pro Kubikmeter Holz gemessen, damit wir Verbesserungen genau bestimmen und weitere Reduzierungen vorantreiben können. 

Gesamtentwicklung bei den Emissionen
Unsere absoluten Treibhausgasemissionen haben sich seit 2021 verringert. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der Fahrten in unserem Netzwerk erhöht. Dies ist auf das andauernde Wachstum unseres Geschäfts und den Ausbau unserer Pooling-Aktivitäten zurückzuführen. Diese Entwicklung unterstreicht, dass es wichtig ist, nicht nur die absoluten Emissionen, sondern auch die Intensität der Emissionen zu überwachen. Wenn unsere Aktivitäten zunehmen, bieten die Emissionen pro Einheit eine aussagekräftigere Messgröße für die Leistung und die Fortschritte bei der Reduzierung unserer Auswirkungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Im nächsten Abschnitt werden wir unser Ziel und unsere Leistung in Bezug auf die Emissionsintensität eingehender betrachten.

Die Steigerung der Transporteffizienz und der Einsatz sauberer Kraftstoffe sind die Hauptstrategien für die Reduzierung unseres ökologischen Fußabdrucks. Dazu liegt ein größeres Potenzial für die weitere Reduzierung unserer Auswirkungen darin, den Bedarf an neuen Ladungsträgern zu minimieren. Dies kann durch die effizienteste Nutzung des bestehendes Pools erzielt werden. Zu den Strategien gehören, die Häufigkeit der Rundläufe zu erhöhen, Verluste durch verstärkte Digitalisierung und bessere Nachverfolgbarkeit zu minimieren und die Lebensdauer der Produkte durch eine ordnungsgemäße Pflege, rechtzeitige Reparaturen und regelmäßige Wartung zu verlängern. Wenn wir den Bedarf an neuen Ladungsträgern reduzieren, reduzieren wir auch den Bedarf an Rohmaterialien wie Holz und verringern dadurch unsere gesamte Umweltauswirkung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.

Wie die nachfolgenden Tortendiagramme aufzeigen, stammt der Großteil unserer Umweltauswirkungen von Scope 3 und wird durch die Produktion neuer Ladungsträger und Transportaktivitäten (sowohl Upstream- als auch Downstream-Emissionen) bestimmt. Emissionen aus Scope 1 and 2, wie Büros und Leasing-Fahrzeuge, machen nur einen kleinen Anteil der gesamten Emissionen aus.

Daten zum Energieverbrauch und zu den Treibhausemissionen werden aus internen Betriebssystemen, Beschaffungsdaten, Logistikdaten, Rechnungen von Versorgungsunternehmen, Tankkartendaten und Informationen von externen Lieferanten zusammengetragen. Treibhausgasemissionen werden nach dem GHG-Protokoll berechnet. Die Organisationsgrenze basiert auf der operativen Kontrolle. Emissionen werden in CO₂-Äquivalenten (CO₂e) mithilfe mehrerer Datenbanken für Emissionsfaktoren wie EcoInvent, GLEC, Defra sowie Faber-spezifischen Emissionsfaktoren, die aus unseren Lebenszyklusanalysen berechnet wurden, angegeben. Falls maßgeblich, wurden Vorjahreszahlen neu berechnet, um die Beständigkeit und Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Für unsere Scope-3-Ziele verwenden wir 2021 als Basisjahr, für Scope 1 und 2 2024.

Anmerkung zur Methodik

Die Abschwächung des Klimawandels ist eine wichtige Priorität in der Umweltstrategie der Faber Group. Wir legen den Schwerpunkt auf die Reduzierung von Treibhausgasemissionen (THG) in allen unseren Betriebsstätten und in der gesamten Wertschöpfungskette.

Treibhausgasemissionen
Wir haben alle maßgeblichen THG-Emissionen in unserem gesamten Geschäftsmodell zugeordnet, siehe die Übersicht auf Seite 21. In dieser Übersicht wird zwischen den unterstützenden Aktivitäten (wie Büros und Mitarbeitende) und unseren Kernaktivitäten im Bereich Pooling unterschieden. Unser CO2-Fußabdruck für 2024 und 2025 wurde von DEKRA gemäß ISO 14064-1 extern überprüft. Die Zuverlässigkeitserklärung für 2025 ist in Anhang II zu finden. Unsere Treibhausgasemissionen werden gemäß dem GHG-Protokoll gemeldet und umfassen Folgendes:

• Scope 1: direkte Emissionen aus Quellen, die sich im Besitz oder unter der Kontrolle des Unternehmens befinden, wie z. B. der Kraftstoffverbrauch von Firmenfahrzeugen und der Gasverbrauch in Gebäuden 

• Scope 2: indirekte Emissionen von eingekauftem Strom 

• Scope 3: alle anderen indirekten Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette, einschließlich der Herstellung von Ladungsträgern und Transportaktivitäten 

Abschwächung des Klimawandels und Reduzierung des Energieverbrauchs

Das Gipfelprogramm setzt unsere Umweltstrategie um und ist in Kapitel 3 dargestellt. Das Programm umfasst sieben Einflussbereiche, die uns helfen, unseren CO2-Fußabdruck zu reduzieren, den Verbrauch neuer Materialien zu minimieren, die Wiederverwendung zu maximieren und strategische Partnerschaften zu stärken, um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. 

Das Programm hat einen doppelten Fokus: Einerseits zielen wir darauf ab, unsere positiven Auswirkungen (Scope 4) zu erhöhen, indem wir unseren Kunden helfen, ihre Lieferkette nachhaltiger zu gestalten und CO₂-Emissionen einzusparen. Anderseits konzentrieren wir uns darauf, unsere negativen Auswirkungen bei Scope-1-, 2- und 3-Emissionen, Rohstoffverbrauch und Abfallströmen zu reduzieren. 

Das Gipfelprogramm

Das Programm ist genau auf die wesentlichen Themen abgestimmt, die in unserer Wesentlichkeitsbewertung (siehe Kapitel 2) hervorgehoben wurden, um zu gewährleisten, dass unsere Bemühungen innerhalb der weiteren Nachhaltigkeitsstrategie sowohl zielgerichtet als auch wirksam sind. Unser Umweltkonzept ist in drei Bereiche gegliedert, die direkt mit unseren wesentlichen Themen verknüpft und im Gipfelprogramm integriert sind:

• Klimawandel und Reduzierung des Energieverbrauchs legt den Schwerpunkt auf die Reduzierung der CO₂e-Emissionen, Energieeffizienz und die Reduzierung der Luftverschmutzung durch sauberen Transport.

• Kreislaufwirtschaft behandelt die Reduzierung des Zuflusses neuer Materialien und die verantwortungsbewusste Verwaltung des Abflusses von Materialien durch die Maximierung der Wiederverwendung in unserem Pooling-System nach dem Kreislaufprinzip.

• Biodiversität bezieht sich auf unsere Auswirkungen auf natürliche Ökosysteme wie Wälder, in erster Linie durch verantwortungsbewusste Beschaffung von Holz und die Nutzung des Holzes nach dem Kreislaufprinzip.

Um unsere Umweltziele voranzubringen, haben wir das „Gipfelprogramm“ ins Leben gerufen. Diese Initiative soll für greifbare Fortschritte bei allen Entwicklungszielen von Faber sorgen, vor allem Verantwortungsbewusste Produktion und Konsum (12), Klimaschutz (13) und Partnerschaften (17). 

Kapitel vier
Umwelt

Im Einklang
mit der Natur

Nachhaltigkeits-Fortschrittsbericht | 2025

Unsere Auswirkungen auf die Biodiversität sind in erster Linie mit der Beschaffung von Holz und der Verwaltung von Materialflüssen verknüpft. Wir begrenzen unsere Auswirkungen auf Ökosysteme, indem wir den Bedarf an neuen Materialien durch die Anwendung des Kreislaufprinzips und die verantwortungsbewusste Beschaffung von Holz reduzieren.

Der Einsatz von FSC- und PEFC-zertifiziertem Holz spielt eine wichtige Rolle beim Schutz der nachhaltigen Forstwirtschaft und der Biodiversität. Unser Ziel, 100 % zertifiziertes Holz bis 2030 zu erreichen, stärkt diesen Ansatz weiter.

Dazu tragen wir durch gezielte Initiativen zur Wiederherstellung des Ökosystems bei. Gemeinsam mit unseren Partnern wie etwa Land Life unterstützen wir Wiederaufforstungsprojekte in ganz Europa. In den letzten Jahren wurden fast 110.000 Bäume gepflanzt, die zur Wiederherstellung von degradierten Böden beitragen und die Biodiversität unterstützen.

Biodiversität

Die Verlängerung der Lebensdauer von Ladungsträgern ist ein wesentlicher Faktor bei der Reduzierung des Materialverbrauchs und der Umweltauswirkungen. Wenn wir mehr wiederverwenden, verringern wir den Bedarf an neuen Materialien und minimieren Abfall.

Dies erreichen wir durch:

  • höhere Rückgewinnungs- und Wiederverwendungsquoten
    bei Paletten 

  • bessere Rückverfolgbarkeit durch digitale Lösungen

  • bessere Reparatur- und Wartungsverfahren 

Initiativen wie das PRS Green Label, das Programm „Connected Load Carrier“ und die Palettenrückgewinnungskampagnen unterstützen höhere Rückgabequoten und eine effizientere Nutzung der Ladungsträger. Technologien wie RFID, QR-Codes und Barcodes verbessern die Sichtbarkeit in der gesamten Lieferkette und tragen zur Reduzierung von Verlusten bei. Am Ende ihres Lebenszyklus werden die Ladungsträger verantwortungsbewusst verarbeitet, um sicherzustellen, dass Materialien so weit wie möglich wiederverwendet oder recycelt werden.

Verlängerung der Produktlebensdauer und Förderung der Wiederverwendung

Unser Ziel ist es, die verantwortungsbewusste Beschaffung der von uns verwendeten Materialien zu gewährleisten. Ein wichtiger Schwerpunkt dabei ist, neue Ladungsträger aus zertifiziertem Holz herzustellen. 

Wir haben unser Ziel für 2030, bei der Beschaffung neuer Ladungsträger in allen Geschäftsbereichen 100 % FSC/PEFC-zertifiziertes Holz zu verwenden, fast erreicht. Es können kleinere Schwankungen zwischen den Jahren auftreten, zum Beispiel aufgrund von vorübergehenden Beschaffungsentscheidungen wegen betrieblicher Anforderungen.

Um die Resilienz unserer Lieferkette noch weiter zu stärken, erhöhen wir die Nachhaltigkeitsstandards unserer Lieferanten durch das Programm „GREEN30+“. Diese Initiative sorgt dafür, dass Nachhaltigkeitsaspekte stärker in unsere Beschaffungsentscheidungen und Interaktionen mit Lieferanten integriert werden.

Nachhaltige Materialbeschaffung

Die Kreislaufwirtschaft steht im Mittelpunkt des Geschäftsmodells der Faber Group. Mit unserem Pooling-System maximieren wir die Wiederverwendung von Ladungsträgern und reduzieren den Bedarf an neuen Materialien. 

Der Großteil der in unseren Betrieben verwendeten Materialien besteht aus Holz für Ladungsträger, eine erneuerbare Quelle. Dies wird durch kleinere Mengen an Materialien aus nicht erneuerbaren Quellen wie Kunststoff und andere Materialien ergänzt. Wenn unser Geschäft wächst, erhöht sich die Anzahl der neu gekauften Ladungsträger. Die Reduzierung des Bedarfs an neuen Materialien bleibt weiterhin eine wichtige Priorität und ist eng mit der Wiederverwendung, der besseren Nutzung von Ladungsträgern und der Verlängerung der Produktlebensdauer verknüpft.

Kreislaufwirtschaft

Wir quantifizieren diese vermiedenen Emissionen anhand des „Guidance on Avoided Emissions“ (Leitfaden zu vermiedenen Emissionen) des World Business Council for Sustainable Development (2023). Die eingesparten Emissionen pro Fahrt werden durch vergleichende Lebenszyklusanalysen (LCA) ermittelt, die 2023 und 2024 gemäß den Normen ISO 14040/44 durchgeführt und einem Peer Review unterzogen wurden. Wenn wir die Einsparungen pro Rundlauf mit der Anzahl der Fahrten pro Jahr multiplizieren, erhalten wir die jährlichen Einsparungen, die wir für unsere Kunden erzielen. 

Im Jahr 2025 konnten die Kunden durch unsere Maßnahmen über 40.000 Tonnen CO₂e einsparen, ein Anstieg von 9 % gegenüber 2023. Unser Ziel lautet, dies bis 2030 auf über 58.000 Tonnen CO₂e pro Jahr zu erhöhen. Wir erhöhen diese vermiedenen Emissionen auch weiterhin durch die Skalierung unseres Pooling-Modells und die Vergrößerung seiner Reichweite. Dazu gehört unter anderem, Kunden bei der Umstellung von Einweg-Ladungsträgern auf wiederverwendbare Pooling-Systeme zu unterstützen und innovative Lösungen in traditionell eher linearen Märkten einzuführen. Ein Beispiel dafür ist RUDi (wiederverwendbares Display), das von IPP Germany entwickelt wurde und die Wiederverwendung in Display-Anwendungen ermöglicht, für die bisher nur Einweglösungen eingesetzt wurden.

Scope-1- und Scope-2-Emissionen: Leistung und Faktoren

Da der Großteil unserer Emissionen in Scope 3 anfällt, bleibt die Reduzierung der Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette weiterhin eine wichtige Priorität. Unser Ansatz legt den Schwerpunkt auf die Verbesserung der Transporteffizienz, die Umstellung auf emissionsärmere Transportlösungen und die Optimierung unseres Logistiknetzwerks.

Eine wichtige Initiative in diesem Bereich ist GREEN30+, das Beschaffungsprogramm der Faber Group, das die Dekarbonisierung beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz unseres Liefernetzwerks stärken soll. Im Rahmen von GREEN30+:

  • beziehen wir Nachhaltigkeitskriterien in Beschaffungsentscheidungen mit ein 

  • arbeiten wir mit Lieferanten zusammen, um Emissionen durch saubereren Transport und energieeffiziente Betriebsabläufe zu reduzieren 

  • verbessern wir die Leistung der Lieferkette durch emissionsärmere Logistik und mehr Transparenz bei Umweltdaten 

  • stärken wir die teamübergreifende Zusammenarbeit, um unsere Nachhaltigkeits-, operativen und wirtschaftlichen Ziele abzustimmen 

Durch die Integration von Nachhaltigkeit in die Beschaffung und die Einbindung der Lieferanten wollen wir eine messbare Reduzierung der Scope-3-Emissionen erreichen und gleichzeitig ein widerstandsfähigeres und effizienteres Liefernetzwerk aufbauen.

Reduzierung des Energieverbrauchs und des CO2-Fußabdrucks in unseren eigenen Betriebsabläufen (Scope 1 und 2)
Obwohl die Emissionen aus unseren eigenen Betriebsabläufen einen relativ kleinen Anteil unseres gesamten CO2-Fußabdrucks ausmachen, arbeiten wir auch weiterhin daran, den Energieverbrauch und die damit verbundenen Emissionen in unseren Büros und von unseren Firmenfahrzeugen zu reduzieren – unser Ziel lautet „Netto-Null“ Scope-1- und 2-Emissionen bis 2030.

Die Scope-1-Emissionen in unseren Betriebsabläufen hängen in erster Linie mit dem Kraftstoffverbrauch von Firmenfahrzeugen und der Verwendung von Gas in unseren Gebäuden zusammen. Die Scope-2-Emissionen ergeben sich aus dem Kauf von Strom für die Versorgung unserer Betriebsstätten. Im Jahr 2025 erzielten wir im Vergleich zu 2024 eine Reduzierung bei unseren kombinierten Scope-1- und Scope-2-Emissionen. Dieses positive Ergebnis ist vor allem auf die noch andauernde Umstellung auf einen elektrischen Fuhrpark und die Umsetzung von Maßnahmen zur Optimierung der Betriebsabläufe an allen Standorten und bei allen Aktivitäten zurückzuführen. Der gesamte Energieverbrauch unseres eigenen Betriebs ging von 14.032 GJ im Jahr 2024 auf 12.165 GJ im Jahr 2025 zurück. Dies spiegelt die Auswirkungen unserer andauernden Bemühungen zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Optimierung des Energieverbrauchs in allen unseren Betriebsabläufen wider. 

Die Reduzierung des Energieverbrauchs und der Emissionen in unserem eigenen Betrieb bleibt weiterhin ein Schwerpunkt, und wird durch Maßnahmen wie die Umstellung auf einen elektrischen Fuhrpark, die Optimierung des Energieverbrauchs in Bürogebäuden und ein stärkeres Bewusstsein im gesamten Unternehmen unterstützt. Diese Maßnahmen tragen zu einer strukturellen Reduzierung des Energieverbrauchs bei und unterstützen unser weiter gefasstes Ziel – die Reduzierung von Treibhausgasemissionen.

Verbesserung unserer positiven Auswirkungen
Über die Reduzierung unserer eigenen betrieblichen Emissionen hinaus möchten wir die positiven Auswirkungen unseres Geschäftsmodells verstärken, indem wir unseren Kunden dabei helfen, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Dies erreichen wir, indem wir den Einsatz unseres Pooling-Systems nach dem Kreislaufprinzip fördern, das im Vergleich zu weniger nachhaltigen Alternativen wie Einwegpaletten und 1-zu-1-Austauschsystemen erhebliche Einsparungen bei CO2-Emissionen einbringt. Wir bezeichnen diese Einsparungen als vermiedene Emissionen oder „Scope 4“.

Reduzierung von Scope-3-Emissionen in der Wertschöpfungskette

Auf Gruppenebene überwachen wir die Emissionsintensität im Vergleich zu unserem Ziel der langfristigen Reduzierung bis 2030. Die Emissionsintensität wird als gewichteter Durchschnitt der Leistung der einzelnen Geschäftsbereiche berechnet. Die Gewichtung basiert dabei auf dem anteiligen Umsatz des jeweiligen Geschäftsbereichs. 

Insgesamt verzeichnet die Gruppe eine Reduzierung der Emissionsintensität gegenüber der Basiskennzahl von 2021. Die Leistung schwankt zwar von Jahr zu Jahr, doch der allgemeine Trend zeigt einen Fortschritt in Richtung unseres Ziels. Es sind jedoch weitere Bemühungen erforderlich, um auf der Linie des bis 2030 geplanten Entwicklungsverlaufs zu bleiben.

Leistung der Gruppe und Entwicklungsverlauf zum Ziel

In der Unternehmensgruppe hat sich die Emissionsintensität in den einzelnen Geschäftsbereichen unterschiedlich entwickelt. Sowohl PRS als auch PAKi haben in den letzten Jahren eine deutliche und anhaltende Reduzierung der CO₂e-Emissionen pro Fahrt erzielt. Diese Verbesserung ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass der Schwerpunkt auf die Optimierung des Netzwerks, die Einführung sauberer Kraftstoffe wie HVO-Diesel und den zunehmenden Einsatz intermodaler Transportlösungen gelegt wurde. Bei IPP und vPOOL schwankt die Emissionsintensität. Bei vPOOL ist dies in erster Linie auf den Kauf neuer Ladungsträger zurückzuführen, da dies direkte Auswirkungen auf die Scope-3-Emissionen hat. Die Emissionen pro Fahrt bleiben bei IPP relativ stabil. Trotz andauernder Nachhaltigkeitsmaßnahmen expandierte IPP in neue geografische Märkte, in denen das Netzwerk noch im Aufbau und daher weniger effizient ist. Das Resultat ist, dass die Auswirkungen dieser Expansionsaktivitäten einen Teil der durch Nachhaltigkeitsinitiativen erzielten Verbesserungen wettmachen.

SATIM verzeichnete zwar 2025 einen Abwärtstrend, doch die Emissionsintensität pro m³ Holz bleibt weiterhin über der Basiskennzahl von 2021. Dies ist in erster Linie auf längere Entfernungen beim Transport zurückzuführen, da sich die Holzbeschaffung in den Norden Skandinaviens verlagert hat. Die absoluten Emissionen von SATIM haben sich seit 2021 verringert.

Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen in unserer gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3)
Da wir unseren Betrieb weiter ausbauen, spielt die Überwachung der Emissionsintensität eine entscheidende Rolle bei der Bewertung unserer Fortschritte bei der ökologischen Nachhaltigkeit. Obwohl sich die Gesamtemissionen mit zunehmenden Geschäftsaktivitäten erhöhen können, bietet die Bewertung der Emissionen pro Bewegung/Fahrt eine genauere Messgröße der Effizienzsteigerungen, die wir in unserer gesamten Wertschöpfungskette erzielt haben.

Innerhalb unseres Pooling-Betriebs wird die Emissionsintensität in Kilogramm CO₂ Äquivalent pro Fahrt verfolgt. Bei unseren Holzbeschaffungsaktivitäten (SATIM) wird die Intensität in Kilogramm CO₂ Äquivalent pro Kubikmeter Holz gemessen, damit wir Verbesserungen genau bestimmen und weitere Reduzierungen vorantreiben können. 

Gesamtentwicklung bei den Emissionen
Unsere absoluten Treibhausgasemissionen haben sich seit 2021 verringert. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der Fahrten in unserem Netzwerk erhöht. Dies ist auf das andauernde Wachstum unseres Geschäfts und den Ausbau unserer Pooling-Aktivitäten zurückzuführen. Diese Entwicklung unterstreicht, dass es wichtig ist, nicht nur die absoluten Emissionen, sondern auch die Intensität der Emissionen zu überwachen. Wenn unsere Aktivitäten zunehmen, bieten die Emissionen pro Einheit eine aussagekräftigere Messgröße für die Leistung und die Fortschritte bei der Reduzierung unserer Auswirkungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Im nächsten Abschnitt werden wir unser Ziel und unsere Leistung in Bezug auf die Emissionsintensität eingehender betrachten.

Die Steigerung der Transporteffizienz und der Einsatz sauberer Kraftstoffe sind die Hauptstrategien für die Reduzierung unseres ökologischen Fußabdrucks. Dazu liegt ein größeres Potenzial für die weitere Reduzierung unserer Auswirkungen darin, den Bedarf an neuen Ladungsträgern zu minimieren. Dies kann durch die effizienteste Nutzung des bestehendes Pools erzielt werden. Zu den Strategien gehören, die Häufigkeit der Rundläufe zu erhöhen, Verluste durch verstärkte Digitalisierung und bessere Nachverfolgbarkeit zu minimieren und die Lebensdauer der Produkte durch eine ordnungsgemäße Pflege, rechtzeitige Reparaturen und regelmäßige Wartung zu verlängern. Wenn wir den Bedarf an neuen Ladungsträgern reduzieren, reduzieren wir auch den Bedarf an Rohmaterialien wie Holz und verringern dadurch unsere gesamte Umweltauswirkung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.

Wie die nachfolgenden Tortendiagramme aufzeigen, stammt der Großteil unserer Umweltauswirkungen von Scope 3 und wird durch die Produktion neuer Ladungsträger und Transportaktivitäten (sowohl Upstream- als auch Downstream-Emissionen) bestimmt. Emissionen aus Scope 1 and 2, wie Büros und Leasing-Fahrzeuge, machen nur einen kleinen Anteil der gesamten Emissionen aus.

Daten zum Energieverbrauch und zu den Treibhausemissionen werden aus internen Betriebssystemen, Beschaffungsdaten, Logistikdaten, Rechnungen von Versorgungsunternehmen, Tankkartendaten und Informationen von externen Lieferanten zusammengetragen. Treibhausgasemissionen werden nach dem GHG-Protokoll berechnet. Die Organisationsgrenze basiert auf der operativen Kontrolle. Emissionen werden in CO₂-Äquivalenten (CO₂e) mithilfe mehrerer Datenbanken für Emissionsfaktoren wie EcoInvent, GLEC, Defra sowie Faber-spezifischen Emissionsfaktoren, die aus unseren Lebenszyklusanalysen berechnet wurden, angegeben. Falls maßgeblich, wurden Vorjahreszahlen neu berechnet, um die Beständigkeit und Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Für unsere Scope-3-Ziele verwenden wir 2021 als Basisjahr, für Scope 1 und 2 2024.

Anmerkung zur Methodik

Die Abschwächung des Klimawandels ist eine wichtige Priorität in der Umweltstrategie der Faber Group. Wir legen den Schwerpunkt auf die Reduzierung von Treibhausgasemissionen (THG) in allen unseren Betriebsstätten und in der gesamten Wertschöpfungskette.

Treibhausgasemissionen
Wir haben alle maßgeblichen THG-Emissionen in unserem gesamten Geschäftsmodell zugeordnet, siehe die Übersicht auf Seite 21. In dieser Übersicht wird zwischen den unterstützenden Aktivitäten (wie Büros und Mitarbeitende) und unseren Kernaktivitäten im Bereich Pooling unterschieden. Unser CO2-Fußabdruck für 2024 und 2025 wurde von DEKRA gemäß ISO 14064-1 extern überprüft. Die Zuverlässigkeitserklärung für 2025 ist in Anhang II zu finden. Unsere Treibhausgasemissionen werden gemäß dem GHG-Protokoll gemeldet und umfassen Folgendes:

• Scope 1: direkte Emissionen aus Quellen, die sich im Besitz oder unter der Kontrolle des Unternehmens befinden, wie z. B. der Kraftstoffverbrauch von Firmenfahrzeugen und der Gasverbrauch in Gebäuden 

• Scope 2: indirekte Emissionen von eingekauftem Strom 

• Scope 3: alle anderen indirekten Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette, einschließlich der Herstellung von Ladungsträgern und Transportaktivitäten 

Abschwächung des Klimawandels und Reduzierung des Energieverbrauchs

Das Gipfelprogramm setzt unsere Umweltstrategie um und ist in Kapitel 3 dargestellt. Das Programm umfasst sieben Einflussbereiche, die uns helfen, unseren CO2-Fußabdruck zu reduzieren, den Verbrauch neuer Materialien zu minimieren, die Wiederverwendung zu maximieren und strategische Partnerschaften zu stärken, um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. 

Das Programm hat einen doppelten Fokus: Einerseits zielen wir darauf ab, unsere positiven Auswirkungen (Scope 4) zu erhöhen, indem wir unseren Kunden helfen, ihre Lieferkette nachhaltiger zu gestalten und CO₂-Emissionen einzusparen. Anderseits konzentrieren wir uns darauf, unsere negativen Auswirkungen bei Scope-1-, 2- und 3-Emissionen, Rohstoffverbrauch und Abfallströmen zu reduzieren. 

Das Gipfelprogramm

Das Programm ist genau auf die wesentlichen Themen abgestimmt, die in unserer Wesentlichkeitsbewertung (siehe Kapitel 2) hervorgehoben wurden, um zu gewährleisten, dass unsere Bemühungen innerhalb der weiteren Nachhaltigkeitsstrategie sowohl zielgerichtet als auch wirksam sind. Unser Umweltkonzept ist in drei Bereiche gegliedert, die direkt mit unseren wesentlichen Themen verknüpft und im Gipfelprogramm integriert sind:

• Klimawandel und Reduzierung des Energieverbrauchs legt den Schwerpunkt auf die Reduzierung der CO₂e-Emissionen, Energieeffizienz und die Reduzierung der Luftverschmutzung durch sauberen Transport.

• Kreislaufwirtschaft behandelt die Reduzierung des Zuflusses neuer Materialien und die verantwortungsbewusste Verwaltung des Abflusses von Materialien durch die Maximierung der Wiederverwendung in unserem Pooling-System nach dem Kreislaufprinzip.

• Biodiversität bezieht sich auf unsere Auswirkungen auf natürliche Ökosysteme wie Wälder, in erster Linie durch verantwortungsbewusste Beschaffung von Holz und die Nutzung des Holzes nach dem Kreislaufprinzip.

Um unsere Umweltziele voranzubringen, haben wir das „Gipfelprogramm“ ins Leben gerufen. Diese Initiative soll für greifbare Fortschritte bei allen Entwicklungszielen von Faber sorgen, vor allem Verantwortungsbewusste Produktion und Konsum (12), Klimaschutz (13) und Partnerschaften (17).